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Eine grüne Fee zum Abschluss

sennhami | 28 Januar, 2007 14:44

 

Geschafft! Die Filmtage 2007 sind im Äther, und so haben Ruedi Wild (danke für die tolle Technikunterstützung, Ruedi!) und ich in der temporären Wunder-Bar der mobilen Kinotruppe von roadmovie.ch mit einem Glas Absinthe angestossen - auf das nächste Jahr. Es waren einmal mehr lange Tage mit kurzen Nächten und einmal mehr deutlich mehr Radiobeiträge als gesehene Filme. Dass gleichzeitig der Winter Einzug gehalten hat in der Schweiz, haben wir erst heute morgen wahrgenommen. Unsere Bilanz der Solothurner Filmtage 2007 ist positiv. Die offizielle der Filmtage selber gibt es als Word-Dokument hier.

(Foto (c) Sara Leuthold)

Lord of the Things IV - The Return of the Queen

sennhami | 27 Januar, 2007 09:26

Als "Queen Elisabeth" haben sie die Medien seinerzeit bejubelt, die erste Bundesrätin der Schweiz. Und wenige Jahre später war Elisabeth Kopp fast überall persona non grata, die meisten Medien prügelten mit noch mehr Energie auf sie ein, als sie zuvor zum Jubeln aufgebracht hatten. Der Film "Elisabeth Kopp - Eine Winterreise" rehabilitiert nicht die gestürzte Politikerin, wohl aber weitgehend die Frau, wenn auch vor allem dadurch, dass er Mitgefühl weckt. Ihr Auftritt am Premieren-Empfang im Palais Besenval war denn auch von Zurückhaltung geprägt, sie hörte sich freundlich lächelnd

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Geduld bringt Töne

sennhami | 27 Januar, 2007 00:18


Ganz ruhig wartet sie da in einer Ecke des grossen Salons im Solothurner Palais Besenval, die Kollegin die für den Ton zuständig ist bei der SF Equippe. Später werden ihre beiden männlichen Kollegen mit Mikro Elisabeth Kopp belagern, ein dritter filmt das Ganze  - und sie? Sie steuert aus. Das hat nichts mit Aussteuer zu tun, sondern mit dem Limitieren von Lautstärke. Und das wiederum ist eine Frage der Geduld und der Nerven. Und das alles passt perfekt zum Thema Elisabeth Kopp und Winterreise. Kannitverstan? Macht nichts. Die Dinge sind nicht immer einfach zu verstehen, das hat Frau Kopp uns gelehrt.

Perle und Blumen für Stina

sennhami | 27 Januar, 2007 00:03

Nach dem Ensemblepreis am Mittwoch bekam Stina Werenfels für ihr "Nachbeben" heute auch noch die Schweizer Kulturperle Film von art-tv.ch.

Dass sie hinter den Blumen fast verschwindet, korrespondiert mit dem begeisterten Spiel ihrer kleinen Tochter, die sich während der Ansprache des Solothurner Stadtpräsidenten am Empfang für Elisabeth Kopp begeistert krähend hinter dem Vorhang im Palais Besenval versteckte und junges Leben in den ritualisierten Anlass brachte. "Endlich ein lebendiger Hintergrund", meinte der Stapi fröhlich. Und Elisabeth Kopp rief ihr ein "Gut gemacht" hinterher, als das leicht verlegene Mami die Kleine aus dem Saal führte. 

Feiern mit Härte

sennhami | 26 Januar, 2007 16:49

 

Soll noch jemand behaupten, die Schweizer könnten nicht richtig feiern. Die beiden Schampus-Flaschen auf dieser Türschwelle zeugen davon, dass jemand letzte Nacht in der Eiseskälte auf irgendetwas angestossen haben muss. Und weil kaum ein Gewohnheitstrinker alleine zwei Botteln Schaumwein verputzen kann, dürfen wir getrost davon ausgehen, dass irgendwer aus dem Filmkuchen mit irgendwem aus dem Filmkuchen eine fröhlicheNacht verbracht hat. Ist das nicht schön? In Solothurn? Im Januar? Uff dr Gass?

Bideau am Tag nach dem Filmpreis

sennhami | 25 Januar, 2007 23:41

 

Einen warmen Schal hat er angezogen, und sich mutig wieder unter die Leute gemischt, Filmchef Nicolas Bideau, der die Filmpreisverleihung in ihrer nicht ganz so glänzenden Form zu verantworten hat. Aber vielleicht ist er sich ja auch keiner Peinlichkeit bewusst, hat er doch noch gegen Ende der Feier das endgültige Ende der 68er und der Norweger-Pulli verkündet. Das bunte Strickdings, das er da trägt, stammt wahrscheinlich aus Taiwan. 

Lasst sehen aus alter Zeit ...

sennhami | 25 Januar, 2007 18:12

 

... als die Filmemacher noch wie Helden aussahen und die Filmhelden, ein wenig, wie die heutigen Filmemacher. Es gibt hier in Solothurn die Reihe "sortie du labo" - frisch aus dem Labor - und gemeint sind damit neue Kopien von restaurierten Filmen aus der Cinémathèque in Lausanne. Wie eben zum Beispiel der Klassiker "Füsilier Wipf" von 1938, der sogar zwei Regisseure hatte, Leopold Lindtberg und Hermann Haller. Das Foto zeigt Macher, nicht Schauspieler. Und nur damit niemand auf die Idee kommt, ich hätte mir hier aus lauter Langeweile wieder mal den Wipf reingezogen: Ich habe nur kurz davon geträumt, als ich durch die Kälte vom SolHeure zurück ins Haus am Land stapfte.

Peinsam und pannenreich...

sennhami | 25 Januar, 2007 00:23

 

... war diese 10. Schweizer Filmpreisverleihung. Da hat niemand daran gedacht, den Sponsoren ein wenig vornehme Diskretion ans Herz zu legen. Mit dem Resultat, dass Filmer Samir von einem der Hauptsponsoren zum Grüssaugust degradiert wurde. Schauspieler und Jungfilmer Michael Finger verkündete der erstaunten exklusiven Runde, er sei als Ersatz für Melanie Winiger auf der Bühne, weil die "den Scheisser" habe... Wie bitte? Wollten wir das wissen? Präsentator Gilles Tschudin (der sich wirklich Mühe gab) war schliesslich vom geballten Auftritt von Bundesrat Pascal Couchepin und dessen Filmchef Nicolas Bideau dermassen überwältigt, dass er vergass, die Filmclips von den nominierten "besten Filmen" laufen zu lassen, kurz, es 

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Die Sozis

sennhami | 25 Januar, 2007 00:18

 

Nicht jeden Tag sieht man die Konkurrenz so friedlich beieinander sitzen, erwartungsfroh und entspannt. Wahrscheinlich hatte das nicht zuletzt damit zu tun, dass die drei nicht wirklich heftig arbeiten mussten an der Filmpreisverleihung. Schliesslich sind sie von der Sonntagspresse und die wird sich mit dieser Filmpreisverleihung nicht mehr gross abgeben müssen in vier Tagen. Die Herren mit der Dame sind namentlich: Martin Walder von der NZZaS, Ewa Hess und Matthias Lerf von der Sonntagszeitung. 

Der Mann mit der Fliege

sennhami | 25 Januar, 2007 00:11

 

Er war nicht der einzige, der den Dresscode "tenue de soirée éxigée" beherzigt hat. Aber er war und ist der einzige Schauspieler, der letztes Jahr in fast jedem deutschschweizer Spielfilm zu sehen war. Hanspeter Müller-Drossaart war Mario Corti in "Grounding", der kiffende Bundesrat in "Cannabis" und vieles mehr. Umso erstaunlicher, dass er nicht für seine Glanzrolle in Grounding nominiert war, sondern nur in der kleinen Nebenrolle als spiessiger Vater des "Jeune homme". Aber hier, beim Apéro vor der Filmpreisverleihung war er noch guter Dinge. Noch wusste er nicht, dass a) die ganze Veranstaltung reichlich peinlich sein würde und b) er nicht mal den Preis als bester Nebendarsteller bekommen würde.

 

 

Tristesse im Vorfeld der Filmpreise

sennhami | 24 Januar, 2007 19:22

 

Noch ist es schwierig, sich vorzustellen, wie glamourös das hier am Abend aussehen soll. Das bisschen Schnee ist Wasser, der rote Teppich zu kurz (wohl darum, weil der grösste Teil davon in Form von verfilzten Einladungen vorher verschickt worden ist) und rund um den Konzertsaal in Solothurn herrscht vor allem winterliche Kälte. In einer Stunde sitzen die wenigen Auserwählten (und die arbeitenden Berichterstatter) mehr oder weniger in Schale im Saal und beurteilen, ob man in nur 5 Wochen eine glamouröse Preisverleihung organisieren kann. Oder ob der Abend auch mit weniger Gästen wieder so peinlich sein wird, wie die letzten 9 Jahre. Ich werde an dieser Stelle auch Bericht erstatten, wenn ich, lange nach Mitternacht, die Energie dafür noch aufbringe. Sonst eben morgen.

Die Schweiz scheibenweise

sennhami | 24 Januar, 2007 10:10

 

Schon eindrücklich, so ein ganzes Gestell voller DVD. Natürlich sieht man das auch in allen einschlägigen Läden. Erst wenn man näher ran geht, hier im Landhaus in Solothurn, sieht man, dass sämtliche DVD hier Schweizer Filme konserviert haben. Klassiker und Neue, Filme, die nie verschwunden sind, und solche, an die man sich schon kaum mehr erinnert hätte. Der Laden hier wurde aufgebaut von swissdvdshop.ch, einer professionellen Gruppe. Es gibt aber noch andere, die sich um den Schweizer Film zum Heimnehmen bemühen, zum Beispiel Matthias Bürcher mit artfilm.ch, der nicht nur die Filme sammelt und vertreibt, sondern auch Hintergrundmaterial. Er hat sogar eine Seite mit unseren Radio-Podcasts zu Schweizer Filmthemen aufgeschaltet. Und das tolle an beiden Seiten: Das sind nicht einfach online-Shops, sondern betreute virtuelle Läden mit leidenschaftlichen Betreibern dahinter.

Manchmal geht es schnell...

sennhami | 23 Januar, 2007 22:37


Man sollte die Dinge ja nie zu früh loben, aber möglicherweise habe ich den schönsten Film der diesjährigen Filmtage schon heute Abend gesehen. Von Oliver Paulus und Stefan Hillebrand waren hier schon der Kurzfilm "Die Wurstverkäuferin" zu sehen und 2003 der improvisierte Langspielfilm "Wenn der Richtige kommt" und jetzt haben die beiden mit ihrer einzigartigen Methode und ihrem kurligen, liebenswert verschrobenen Stil einen neuen Film gemacht: "Wir werden uns wiederseh'n" (Website) spielt in erster Linie in einem Altersheim, viele der Protagonisten sind absolut umwerfend und der Film hat einen tragikomischen Charme, den man lange suchen kann im Kino. Zuviel sollte 

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Der Fischer von Marmorera

sennhami | 23 Januar, 2007 10:12

 

Wieder ein gemeiner Titel, denn der Fischer vom Marmorera-Stausee ist, wie alle, die den Mystery-Thriller schon gesehen haben, wissen, tot. Ertrunken, in seine eigene Fischerleine eingewickelt, und gefüllt mit Wasser, uäck! Aber auf dem Foto ist er wirklich. Der Fischer ist Markus, Markus Fischer, Regisseur und Produzent des Eröffnungsfilms von gestern Abend. Er hat nach all den 

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Erich Langjahr, das Schweizer Messer des Dokfilms

sennhami | 23 Januar, 2007 09:56

 

Das ist er, der Mann, der mit der Kamera wildheuen kann, der einzige Schweizer Filmer. der auch sein eigener Verleiher, Filmspediteur, Werber, Lagerist, Konzepter, Drehbuchautor und Präsentator ist: Erich Langjahr, mit "Das Erbe der Bergler" nominiert für den Schweizer Filmpreis in der Kategorie Dokfilm, und gestern Abend, bei der Eröffnung der Filmtage, putzmunter und energiegeladen wie immer. Ein wenig nervös wollte er wissen, was es mit dieser Einladung zum Filmtalk am Samstag auf sich habe, er könne da nicht wirklich kommen, habe noch einen anderen Termin. Stellte sich heraus, dass Nicole Greuter, welche die Filmtalks für die Filmtage organisiert, 

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